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Presseartikel vom 08.06.2011 von mdr.de
 
Pößneck kauft NPD-Immobilie zurück
 
Notarvertrag unterzeichnet
 
Die Stadt Pößneck will das von der NPD genutzte Schützenhaus zurückkaufen. Bürgermeister Michael Modde sagte, er habe bereits am Dienstag den Notarvertrag unterzeichnet. Nun müsse nur noch der Stadtrat zustimmen, was allerdings als sicher gelte. Laut Modde wird das Schützenhaus zum Verkehrswert von rund 180.000 Euro übernommen. Wie das Gebäude zukünftig genutzt werden soll, sei noch unklar. Die Stadt bemüht sich seit acht Jahren darum, das Haus dem Zugriff der Rechtsextremen zu entziehen.
 
Acht Jahre Rechtsstreit um die Nutzung des Hauses
 
Bei der Immobilie handelt es sich um das ehemalige Kulturhaus Pößnecks. Der inzwischen verstorbene ehemalige NPD-Funktionär Jürgen Rieger hatte es 2003 für 360.000 Euro über seine Londoner Stiftung gekauft. Seither war das Haus immer wieder für Treffen und Partys der rechten Szene genutzt worden. Von 2006 bis 2008 dauerte ein juristischer Streit um die Abwicklung der Immobilie, nachdem die Stiftung Riegers wegen formaler Verstöße aus dem britischen Handelsregister gestrichen worden war. Jedoch gelang es Rieger, den Eintrag mit einer neuen Rechtsform wiederherzustellen. Damit blieb das Haus in Besitz der Stiftung. Im Februar 2010 setzte das Oberverwaltungsgericht letztinstanzlich ein Nutzungs-Verbot des Schützenhauses aufgrund von Brandschutz-Mängeln durch.
 
Nach Riegers Tod 2009 nahm die Stadt Kaufverhandlungen mit den Erben auf. Die Bemühungen scheiterten zunächst, da der NPD-Funktionär Thomas Wulff die Position als Stiftungsdirektor übernahm. Er wurde im Februar 2011 abgelöst. Sein Nachfolger stimmte dem Verkauf des Schützenhauses schließlich zu.
 
Das Video "Pößneck kauft das Schützenhaus zurück" abspielen.

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