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Presseartikel vom 09.09.2010 von Laut gegen Nazis.
 
"Wir lassen uns keine Angst einjagen!"
 
Ohne Jürgen Rieger läuft wenig - Naziveranstaltung "Fest der Völker" abgesagt
 
Am kommenden Samstag, den 11. September 2010 sollte in Pößneck das in der europäischen Naziszene größte “Fest der Völker” stattfinden. Letztes Jahr hatten die Rechtsextremen bereits mit wesentlich mehr Teilnehmern gerechnet und wurden bitter enttäuscht. In diesem Jahr scheint die Szene keine Mobilisierung hinzubekommen. Für die Demokraten und Initiativen in der Kleinstadt eine großartige Nachricht.
 
Seit dem Tode des Nazianwalts Jürgen Rieger wird deutlich, dass die Naziszene offensichtlich nicht mehr in der Lage dazu ist innerhalb der Menschenverachterszene eine Einheit zu schaffen. Rieger hatte bei jeder Großkundgebung im Hintergrund die Fäden gezogen und Strukturen entwickelt, die rechtsextreme Szene zusammen zu schweißen und für Naziaufmärsche in Dresden, Wunsiedel und sonst wo in Deutschland zu mobilisieren. In diesem Jahr mussten die Rechtsextremen bei ihren Veranstaltungen zu denen sie bundesweit aufgerufen hatten, permanent eine Schlappe einstecken.
 
Weniger Teilnehmer als zu Riegers Zeiten und wesentlich größere Gegenpole jeweils vor Ort. Das Bindeglied zwischen Kameradschaften und NPD Anhängern, Rieger, fehlt der Szene wohl deutlich.
 
Trotzdem, Entwarnung können wir nicht geben. Die rechtsextreme Szene lebt, zwar im Moment scheinbar unorganisiert, aber gefährlich bleiben sie allemal. Das zeigen auch die steigenden Zahlen “Opfer rechter Gewalt” im ersten Halbjahr 2010. In Pößneck will man trotz der Absage ein demokratisches Zeichen setzen. Jürgen Rieger hatte vor etwa sechs Jahren ein Schützenhaus für 360.000,– € zu Schulungszwecken der rechtsextremen Szene in Pößneck gekauft. In diesem Haus tummeln sich immer noch gewaltbereite Rechtsextreme, die für den 11.09.2010 offensichtlich ihre Anwesenheit angekündigt haben.
 

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