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Presseartikel vom 11.08.2010 aus der OTZ.
 
Neonazi-Fest in Pößneck wirft Schatten voraus
 
Einen Monat vor dem nächsten so genannten Fest der Völker der NPD in Pößneck laufen die verschiedenen Vorbereitungen auf den 11. September eher im Stillen.
 

 
Pößneck. Für allgemeines Erstaunen sorgt vor allem die Tatsache, dass die Neonazis noch nicht für ihre Schaffe werben, zumindest nicht öffentlich bzw. im Internet.
 
"Vielleicht geht der Kelch an uns vorbei", sagte Bürgermeister Michael Modde (Freie Wähler). Seine Hoffnung speist er aus Beobachtungen, wonach die rechte Szene in letzter Zeit keine Publikumserfolge mit ihren Veranstaltungen in Pößneck feiern konnte. Die NPD will heute in einem Monat im Lutschgenpark feiern. Ihre "Versammlung" hatte sie schon vor einem knappen halben Jahr im Landratsamt angemeldet.
 
"Wir müssen davon ausgehen, dass das stattfinden soll", sagte Jürgen Hauck (CDU), Erster Beigeordneter des Saale-Orla-Kreises, mit dem Hinweis, dass es für die Behörden keinen neuen Stand gebe. Diesen erhofft man sich von einem so genannten Kooperationsgespräch mit Organisatoren des Festes, das morgen in Schleiz stattfindet.
 
Dort wird sich wohl der umtriebige André Kapke für die Neonazis einfinden. Es habe schon seinen Grund, dass noch nicht öffentlich für das Fest geworben werde, sagte er auf Anfrage. Die Veranstaltung werde "auf jeden Fall" stattfinden, kündigte er an, und geplant sei ein "ziemlicher Knüller". Welcher, das wollen die Nazis in etwa zwei Wochen publik machen.
 
Der Protest gegen die Neonazi-Veranstaltung formiert sich derzeit vor allem im Internet. Zu den bekannten Mobilisierungsplattformen ist mit www.poessneck-nazifrei.de eine neue hinzugestoßen. Dahinter steckt ein "Aktionsbündnis Pößneck nazifrei": "Stoppen - Blockieren - Verhindern: Kein zweites Fest der Völker in Pößneck". Diesem hatten sich bislang 269 Personen aus Thüringen und darüber hinaus als Unterstützer angeschlossen.
 
Marius Koity
 

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