Aktionsbündnis Courage Logo
Presse   Aktion   Infos   Geschichtswerkstatt   Kultur   Chronik   Umfrage   Links   Über uns   Kontakt   Impressum  
Aktuelles für Pößneck       Newsletter       Radiobeiträge       Aus eigener Feder      
 
Presseartikel vom 13.07.2010
 
Kampf gegen Rechtsextremismus braucht die Solidarität der Kommunen
 
von Constanze Truschzinski
 
Kein Ort für Nazis! Nicht in Gera, Erfurt, Kirchheim; Hildburghausen, Pößneck oder anderswo. Egal wo die NPD mit ihren Veranstaltungen ihren Ungeist zu verbreiten sucht, braucht es Widerstand.
 
Widerstand und Protest gegen die unerwünschten Veranstaltungen braucht Kreativität und Solidarität aus den Kommunen, keine Gewalt.
 
Dafür war Gera am Wochenende ein gutes Beispiel. Bunter Protest gegen die NPD Veranstaltung "Rock für Deutschland" war an allen Zufahrtswegen zur Spielwiese zu sehen. Menschen verschiedenen Alters und verschiedener Anschauung trafen sich, um das unsägliche Festival zu verhindern oder zumindest zu behindern. Sie lernten sich kennen, unterstützen sich, hörten Musik oder spielten Karten, trillerten mit der Pfeife. Auf den Blockaden herrscht eine Stimmung die entschlossen und solidarisch ist.
 
Jeder der den Satz "Nazis raus aus den Städten und Gemeinden aus, aus den Parlamenten und aus den Köpfen."unterstützt ist willkommen.
 
Gera alleine hätte die positiven bunten und solidarischen Aktionen nicht in dieser Vielfalt und mit 1500 Menschen stemmen können. Dies gilt auch für viele andere Kommunen und so braucht es die Solidarität der Kommunen und ihrer Menschen. Die Solidarität und die Weitergabe von Erfahrungen stärkt unsere Demokratie und das miteinander der Kommunen. Deshalb fuhr auch ein Bus mit Menschen aus Pößneck, Neustadt /Orla und Triptis nach Gera. Ein herzlichen Dank allen die diese Proteste ermöglichten. Sei es durch Anwesenheit, organisieren von Veranstaltungen, Wasser, oder Busfahrten.
 
Rechtextremismus ist kein lokales Problem, sondern ein Regionales bzw. Bundesweites.
 
Sich auf Blockaden zu versammeln und Gesicht zeigen erfordert Mut und ist ein demokratisches Grundrecht. Ziviler Ungehorsam ist ein legales Mittel als Widerstand. Wenn das Volk sich auf die Straße setzt, zeigt es deutlich, dass die Umtriebe der Rechtsextremen, demokratiegefährdenden NPD unerwünscht sind und die Bundespolitik bisher versagt hat.
 
Die nächsten Veranstaltungen der NPD sind in Hildburghausen am 24.07.2010 und am 11.09.2010 in Pößneck schon geplant, auch dort ist kreativer Protest zum be- bzw. verhindern gefragt. Solidarität ist die Achtsamkeit und Unterstützung zwischen den Kommunen, denn Demokratie ist bunt.
 

ZURÜCK