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Presseartikel vom 10.06.2010 aus der OTZ.
 
Bis zu 500 Gegendemonstranten zum "Thüringentag" in Pößneck erwartet
 
Zum Thüringentag der nationalen Jugend am Sonnabend, dem 12. Juni, im Pößnecker Lutschgenpark erwarten der Veranstalter und die eingebundenen Behörden bis zu 300 Teilnehmer. Auf der anderen Seite wird mit bis zu 500 Gegendemonstranten gerechnet. Dazu kommen Polizisten aus mehreren Bundesländern.
 
Pößneck. Zum "Thüringentag der nationalen Jugend" am Sonnabend, dem 12. Juni, im Pößnecker Lutschgenpark erwarten der Veranstalter und die eingebundenen Behörden bis zu 300 Teilnehmer. Auf der anderen Seite wird mit bis zu 500 Gegendemonstranten gerechnet.
 
Wieviele Polizisten sich dazwischen stellen werden, ist unklar. Von der Polizeidirektion Saalfeld war gestern lediglich zu hören, dass Beamte aus mehreren Bundesländern nach Pößneck beordert werden.
 
Erfahrungsgemäß sei mit "Spannungen" zu rechnen, begründete die Polizei ihren anscheinend hohen Personalaufwand. Ziel der Ordnungshüter sei, mit Deeskalation "gegenseitige Störungen" auszu- schließen und beiden Seiten ermöglichen, das Recht auf Versammlung wahrzunehmen.
 
Die Polizei schließt für morgen in der verkehrsmäßig sowieso schon geplagten Stadt weitere "erhebliche Einschränkungen im Fußgänger- und Fahrzeugverkehr" nicht aus. Bürger und Gäste sollten in Pößneck für alle Fälle ihren Personalausweis mitführen. Informationen zur aktuellen Verkehrssituation gibt es morgen von 8 bis 20 Uhr an einem Bürgertelefon der Polizei, das unter der Nummer 0800/8855110 erreichbar ist.
 
Der Pößnecker Bürgermeister Michael Modde (Freie Wähler) hofft, dass morgen ausreichend Pößnecker in der bürgerlichen Gegendemonstration Gesicht zeigen werden. Er stellt genauso wie die Aktiven des Lokalen Aktionsplanes ein "leider nur geringes bürgerschaftliches Engagement" gegen Rechts fest.
 
"Mich erschreckt dieses Desinteresse", so Modde gestern gegenüber OTZ. "Für alle, die morgen an die Saale flüchten, habe ich kein Verständnis. Viele Leute wollen nicht begreifen, worum es da eigentlich geht. Äußerungen wie Die Regierung soll die NPD verbieten! helfen uns jetzt nicht. Wenn wir nicht endlich klar Position beziehen, wird Pößneck dauerhaft zu einem Aufmarschgebiet, in jeder Hinsicht", verdeutlichte der Bürgermeister den Ernst der Lage.
 
Ansonsten zeigen die Neonazis einmal mehr, dass sie sich für etwas Besseres halten, so Modde. Die Veranstalter des "Thüringentages der nationalen Jugend" weigern sich, die Gebühr und die Kaution für den Lutschgenpark zu entrichten, die die Stadt von jedem Veranstalter bekommt.
 

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