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Presseartikel vom 21.11.2009 aus der OTZ.
 
Pößnecker bieten den Neonazis die Stirn
Zwei emotional aufgeladene Demonstrationen
 
Pößneck (OTZ/P.C.). Zwei emotional aufgeladene Demonstrationen haben gestern Abend nur wenige Hundert Meter voneinander die Straßen Pößnecks beherrscht. Etwa 80 Bürger standen auf der Kundgebung für Demokratie und Toleranz etwa ebenso vielen Teilnehmern eines Aufmarsches der rechtsextremen NPD gegenüber, schätzte Polizeieinsatzleiter Heiko Steinbiß.
 
Die Gegendemonstranten versammelten sich oberhalb der Bahnbrücke in der Straße des Friedens und warteten - von Polizeikräften getrennt - auf die Ankunft der Rechten zu ihrer Zwischenkundgebung nahe des Weißen Turms in Sichtweite des Schützenhauses. Die Neonazis waren von ihrem Start- und Zielort Breite Straße gekommen und hatten lautstark ihr Demonstrationsmotto "Modde macht das Häuschen zu, drumm gönnen wir ihm keine Ruh´" gerufen.
 
Auf einem Solidaritätsspaziergang durch die Engelsstraße, den Wernburger Weg und die Turmstraße zur Stadtkirche nahmen die Gegendemonstranten den Pößnecker Bürgermeister Michael Modde (Freie Wähler) symbolisch in Schutz. Auch der Tannaer Bürgermeister Marco Seidel war gekommen, um seinen Amtskollegen zu unterstützen. Modde hatte bereits juristisch verhindert, dass die NPD einen Aufmarsch vor seinem Wohnhaus veranstalten darf. Die Rechten greifen das Stadtoberhaupt inzwischen persönlich an, weil er das Schützenhaus des kürzlich verstorbenen NPD-Bundesvize Jürgen Rieger hat versiegeln lassen.
 
Auf der um 21.40 Uhr beendeten Abschlusskundgebung des Bürgerspektrums verlas CDU-Ortsvorsitzender Manfred Brückner den Aufruf der Kreissynode des Kirchenkreises an die 32 000 evangelischen Christen im Landkreis, sich deutlich vom rechtsextremen Gedankengut zu distanzieren. Als Vorsitzender des Pößnecker Gemeindekirchenrates rief Brückner auch zu Distanz gegenüber Linksextremismus auf. Landrat Frank Roßner (SPD) freute sich, dass die Pößnecker inzwischen eine "gute Mischung aus vernünftiger Gelassenheit und entschiedenem Widerstand gegen Rechts gefunden haben".
 

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