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Presseartikel vom 11.09.2009 aus der OTZ.
 
Pößneck wehrt sich gegen Rechts
Pößneck ist unsere Stadt und wir lassen sie uns nicht von der NPD wegnehmen.
 
Bürgermeister Michael ModdeThüringer Spitzenpolitiker sowie Bischöfin auf "Meile der Demokratie" - Polizei bereitet sich für Großeinsatz vor
 
Von OTZ-Redakteur Marius Koity Pößneck. Ein breites Bündnis aus Vereinen, Einrichtungen, Initiativen und der Kirche will heute in Pößneck mit einer "Meile der Demokratie" gegen das sogenannte Fest der Völker protestieren.
 
Die rechtsextreme NPD-Veranstaltung darf nach einem gestern am späten Abend am Oberverwaltungsgericht verhandel- ten Kompromiss stattfinden, jedoch nicht auf dem Viehmarkt an der B 281, sondern hinter dem Schützenhaus, das sich in der Hand des NPD-Spitzenfunktionärs Jürgen Rieger befindet. Darauf ließen sich die Stadt und der Saale-Orla-Kreis ein, nachdem das beabsichtigte Verbot der Veranstaltung offenbar nicht durchsetzbar erschien.
 
Thüringer Spitzenpolitiker - angefangen von Christine Lieberknecht (CDU) über Christoph Matschie (SPD) und Astrid Rothe-Beinlich (Grüne) bis Bodo Ramelow (Linke) - wollen den Pößneckern heute den Rücken stärken. Landesbischöfin Ilse Junkermann kommt zu einem Friedensgebet. Innenminister Manfred Scherer (CDU) hatte sich bereits am Donnerstag solidarisch "gegen den braunen Spuk" erklärt, warb gegenüber Vertretern der demokratischen Kräfte aber auch um Verständnis für polizeiliche Maßnahmen. Landrat Frank Roßner (SPD) rief die Gegendemonstranten auf, auf Gewalt zu verzichten.
 
Zivilen Ungehorsam will die Polizei nur begrenzt dulden. Mit Kräften aus ganz Thüringen und fünf weiteren Bundesländern scheint sie stark genug zu sein. Dass sie mit allem rechnet, zeigt der Fakt, dass im Lutschgenpark reichlich Gewahrsamszellen eingerichtet wurden.
 
Viele Pößnecker gaben an, sie wollten heute lieber zu Hause bleiben oder wegfahren. Mehrere Geschäfte in der Innenstadt öffnen heute "sicherheitshalber" nicht, andere Läden hingegen erst recht. Die Angst von Einwohnern vor Auseinandersetzungen hatten offenbar weder politische Appelle noch der Hinweis auf das Vermummungsverbot zerstreuen können. In Pößneck wird es heute zu Behinderungen des Straßenverkehrs kommen. Über den aktuellen Stand gibt das kostenlose Bürgertelefon 0800/8855110 Auskunft. Einwohnern und Gästen rät die Polizei, ihren Personalausweis bei sich zu haben.
 

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