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Presseartikel vom 14.05.2009 aus der OTZ.
 
Pößneck droht größeres Neonazi-Treffen
"Fest der Völker" am Viehmarkt angemeldet
 
Pößneck (OTZ/mko). Die NPD Jena will ihr diesjähriges so genanntes Fest der Völker in Pößneck veranstalten. Das berühmt-berüchtigte internationale Neonazi-Treffen soll am 12. September unterm freien Himmel auf dem Viehmarkt stattfinden. Entsprechende Informationen, die seit mehreren Tagen kursieren, bestätigten gestern u. a. das Landratsamt des Saale-Orla-Kreises und die Stadt Pößneck.
 
"Am 4. Mai ist bei uns per Fax für den 12. September eine Kundgebung mit 1500 Teilnehmern auf dem Parkplatz an der C.-G.-Vogel-Straße in Pößneck angemeldet worden", teilte Kristin Pfeiffer-Geheeb, Pressesprecherin des Landratsamtes, mit. "Wir nehmen das zur Kenntnis", sagte sie. Die Versammlung sei anzeige-, aber nicht genehmigungspflichtig. Trotzdem müssten viele Details stimmen, damit sie durchgeführt werden kann, fügte Landrat Frank Roßner (SPD) hinzu und ordnete den Fakt politisch ein: "Die NPD spielt im Saale-Orla-Kreis überhaupt keine Rolle und in Thüringen eine unbedeutende. Ärgerlich und bitter ist, dass Pößneck immer wieder in den Topf des rechten Gedankengutes geworfen wird." Im selben Tenor reagierte der Pößnecker Bürgermeister Michael Modde (Freie Wähler): "Pößneck wird wieder in eine Ecke gestellt, die die Stadt nicht verdient. Die Veranstaltung der NPD ist in Pößneck definitiv nicht willkommen."
 
Neonazi Ralf Wohlleben, Chef der NPD Jena, kündigte an, dass "1500 bis 2000 Leute aus ganz Europa" nach Pößneck kommen würden. Hintergrund der überraschenden Standortwahl ist offensichtlich die Verärgerung der NPD darüber, dass es der Stadt und dem Kreis gelungen war, das für den 28. März im Schützenhaus geplante Konzert rechter Bands (OTZ berichtete seinerzeit) zu verhindern. So genannte Feste der Völker fanden bislang unter großem Bürgerprotest in Jena und zuletzt in Altenburg statt.
 

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