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Presseartikel vom 29.03.2009 aus der OTZ.
 
Kein Konzert im Schützenhaus Pößneck
Wir werden im Nachgang noch eine Menge Arbeit haben.
 
Landrat Frank RoßnerGefahrenverhütungsschau zeigt Missstände
 
Pößneck (OTZ/sh). Das am Samstagabend geplante Konzert der rechten Szene im Schützenhaus Pößneck hat nicht stattgefunden. Grund für die Absage waren im Gebäude festgestellte Mängel in der Brandschutzsicherheit.
 
"Wir sind sehr froh, dass das Konzert nicht stattgefunden hat und die rechte Szene gemerkt hat, dass sie nicht willkommen ist", resümierte Landrat Frank Roßner am Sonntag. Es habe ein sehr gutes Zusammenspiel zwischen der Polizei, der Stadt Pößneck und dem Landratsamt gegeben, schätzte er ein. "Wir werden im Nachgang noch eine Menge Arbeit haben", ist sich der Landrat sicher.
 
Stand bis zum Samstagnachmittag war, dass das am Abend geplante Konzert mit vier Bands aus der rechten Szene im Schützenhaus stattfinden darf. Das Thüringer Oberverwaltungsgericht in Weimar hatte am Freitagabend eine Beschwerde des Saale-Orla-Kreises gegen einen Beschluss des Verwaltungsgerichts Gera als unzulässig zurückgewiesen. Grund: Der Landkreis habe seine Beschwerde nicht ausreichend begründet.
 
Da das Schützenhaus längere Zeit nicht genutzt worden war und in dieser Zeit keine besondere Pflege erfahren hatte, führte der Brand- und Katastrophenschutz des Landratsamtes Saale-Orla am Samstag gegen 15.30 Uhr eine Gefahrenverhütungsschau durch. "Dabei wurden Missstände festgestellt", sagte Landrat Frank Roßner. So seien unter anderem die Fluchtwege nicht begehbar und keine Feuerlöscher vorhanden gewesen. Somit habe nahe gelegen, dass das Gebäude für das Konzert versagt wird, berichtete der Landrat weiter.
 
Der Veranstalter gab daraufhin freiwillig das Schützenhaus als Veranstaltungsort auf und wollte auf eine angrenzende Freifläche, einen Parkplatz, ausweichen. Dieser befindet sich allerdings innerhalb der Wohnbebauung und es gibt keinerlei Lärmschutz. So habe die Stadt Pößneck diese Freifläche per Verbotsverfügung als Veranstaltungsort untersagt. Zum einen sei das Konzert unter freiem Himmel verspätet angemeldet worden, zum anderen sei der Ort nicht geeignet, hieß es. Es sei nicht zumutbar, vier Konzerte bis 2 Uhr morgens mitten im Wohngebiet durchzuführen. Außerdem: "Es gibt keine Beleuchtung auf dem Platz und genutzt werden müssten die Toiletten im Haus. Dort sind aber die Fluchtwege nicht begehbar", erläuterte der Landrat.
 
Dem Veranstalter stand es frei, Rechtsmittel beim Verwaltungsgericht in Gera einzulegen.
 
Das Landratsamt Saale-Orla hatte bereits am 26. März versucht, die Nutzung des Schützenhauses wegen baulicher Mängel zu untersagen und damit das geplante Konzert zu verhindern. Darauf folgten ein Eilantrag des Veranstalters beim Verwaltungsgericht und eine Beschwerde seitens des Landratsamtes beim Oberverwaltungsgericht (OTZ berichtete).
 

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