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Presseartikel vom 02.06.2008 aus der OTZ.
 
Lücke in Sportlergeschichte geschlossen
Gedenktafel erinnert an die im 2. Weltkrieg gefallenen und vermissten Sportler
 
Pößneck (M.K.). Seit gestern erinnert eine Gedanktafel an die im 2. Weltkrieg Gefallenen und Vermissten der Pößnecker Sportvereine.
 
Enthüllt wurde diese Tafel vom 1. Vorsitzenden des TSV 1858 Pößneck, Jürgen Förtsch, im Parkgelände oberhalb der katholischen Kirche in Pößneck. An diesem Ort gibt es bereits zwei Tafeln, die aus gleichem Anlass an die Vermissten und Gefallenen des 1. Weltkrieges von den Vereinen TSV 1858 und Phönix aufgestellt worden waren.
 
"Darauf stehen die Namen von 50 Personen. Namen aus dem 2. Weltkrieg liegen uns leider nicht vor. Die Tafel steht somit für ein stilles Gedenken aller Gefallenen und Vermissten. Mit dem Stein schließen wir zugleich eine Lücke in unserer Geschichte ", sagte Jürgen Förtsch gestern zur Enthüllung der Tafel. Die Opfer der beiden Weltkriege nähmen die Menschen der Gegenwart in die Pflicht, "gemeinsam die Gefahren des Rechtsextremismus zu bannen". Denn die Ideale nationaler Einheit und Freiheit, für die einst auch das Pößnecker Idol Theodor Körner gestanden hatte, seien in der Zeit der beiden Weltkriege deutlich missbraucht worden. Zu Ehren des Freiheitskämpfers Körner hatten Pößnecker Turner Anfang des 20. Jahrhunderts in Nachbarschaft der heutigen Straße des Friedens die so genannte Körner-Eiche gepflanzt.
 
"Der Vorabend des Vereinsjubiläums ist ein passender Anlass, um das Andenken auch der Opfer des 2. Weltkrieges zu wahren", sagte der Pößnecker Bürgermeister Michael Modde. "Es steht uns gut zu Gesicht, ihrer zu gedenken".
 
Die Stadt Pößneck hatte die Anschaffung der Gedenktafel finanziell unterstützt.
 

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