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Presseartikel vom 22.04.2008 aus der OTZ.
 
Codes der rechten Szene
Ausstellung "Das Versteckspiel" entlarvt die Symbolik des Extremismus
 
Von OTZ-Redakteur Peter Hagen
 
Bad Lobenstein. Die Wanderausstellung "Das Versteckspiel" ist seit gestern im Bad Lobensteiner Jugendhaus zu sehen.
 
"Es ist ein Thema, das uns alle betrifft", machte Jugendhauschef Karsten Anders zur Ausstellungseröffnung deutlich und räumte zugleich ein: "Es ist ein schwieriges Feld, da durchzublicken." Codes und Symbole der Rechtsextremisten sind inzwischen vielfältig und gerade für Laien oft nicht auf den ersten Blick erkennbar.
 
Während verschiedene Kleiderlabel wie "Consdaple" aufgrund der enthaltenen Buchstabenfolge "nsdap" noch eindeutig als klassische Nazimarke zu erkennen sind, verlangen Symboliken wie die Verwendung der Ziffer "88" schon etwas mehr Kenntnisse in diesem Versteckspiel. So steht die "88" in der Nazi-Szene auf Fahnen, T-Shirts, Aufnähern usw. als Zahlencode für die Buchstabenfolge "HH" als Kürzel für "Heil Hitler".
 
Der Ausstellungsbesucher erfährt aber auch, wie sich Rechtsextremisten zunehmend der Symbolik aus der linken Szene bedienen - von Che Guevara bis zum Palästinensertuch.
 
Die Ausstellung "Das Versteckspiel", die bis zum kommenden Freitag im Jugendhaus zu sehen ist, kann nur Impulse geben, sich intensiver mit dem Gebrauch von politischen Symbolen zu befassen, verdeutlichte Karsten Anders. Dazu stehen auch Audio-Beiträge, die von Schülern erarbeitet worden sind, sowie Filme und Computerpräsentationen bereit.
 
Kommende Woche wechselt die Wanderausstellung nach Neustadt/Orla und dann nach Pößneck.
 
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